Donnerstag, 11 August 2022

Der Eifel-Ring des MAC Adenau: Eine Ära endet

Eine Ära geht zu Ende. Der Eifel-Ring des MAC Adenau ist endgültig Geschichte. Am 31. März schließen sich die Türen der Indoor-Rennstrecke des Modell-Auto-Club Adenau für immer. Letztlich ist die über viele Jahre sehr beliebte Rennstrecke in der ehemaligen Halle der Weco-Möbelfabrik in Leimbach bei Adenau am Nürburgring der Covid-19-Pandemie zum Opfer gefallen. Zuvor hatte bereits ein ab und an undichtes Dach für Probleme gesorgt, allerdings ist das Dach zwischenzeitlich vollständig erneuert worden.

Absolutes Highlight in der Geschichte des Eifel-Rings war die Austragung der Deutschen Meisterschaft in den Elektro-Glattbahn-Klassen 1:12 im März 2015. Mit 74 Nennungen sorgte der MAC Adenau dank intensiver Werbe-Maßnahmen für ein Rekord-Starterfeld (Zur DM hier ein paar News von damals). Damals eroberten Markus Mobers (EA) und Jan Rettke (EB) die beiden Meistertitel. Es war der einzige Event, bei der die komplette Nachbarhalle fürs Catering und für ein drittes Fahrerlager genutzt wurde. Ergebnis und Live-Bilder von der Strecke wurden damals auf zwei riesigen Monitoren in die Nachbarhalle übertragen. Zu den Highlights zählte auch die Xray Challenge Germany im  März 2014, als der Schwede Alexander Hagberg sowohl die Tourenwagen-Modified-Klasse als auch die 1:12-er Klasse gewann. Eine Ehre für den MAC Adenau war natürlich auch das dreitägige Exklusiv-Training des zehnköpfigen Xray-Werksteams im Februar 2020 auf dem Eifel-Ring in Vorbereitung des ETS-Rennens in Daun, mit den Weltmeistern Bruno Coelho und Alexander Hagberg sowie Xray-Entwicklungschef Martin Hudy.

Alles begonnen hat es mit einer Initiative von Jan Ackermann, der seinerzeit einen Modellbau-Shop führte. Die erste Rennstrecke war eine Elektro-Offroad-Strecke im Adenauer Gewerbegebiet. Es folgte eine erste Hallenrennstrecke in der ehemaligen LKW-Werkstatt der Möbelfabrik. Als der Komplex verkauft wurde, schien das Ende eingeläutet, doch der neue Besitzer hatte ein Herz für die Modellrennfahrer und vermietete dem jungen MAC Adenau ein rund 400 Quadratmeter großen Hallensegment. Ein Gruppe unermüdlicher RC-Car-Enthusiasten unter Leitung von Jan Ackermann, Christoph Schmitz, Michael Klapperich und einigen mehr baute im Juli 2010 nicht nur eine neue Rennstrecke mit anspruchsvollem Layout und innovativen Streckenbegrenzungen. Es entstand auch massiver, großer Fahrerstand und ein erstes Fahrerlager, dann bald auch ein zweites Fahrerlager im zweiten Stock, zusammen mit 52 Arbeitsplätzen. Mit Blick auf die DM wurde die Strecke im Juli 2014 erneuert, mit Holzunterbau, neuem ETS-Teppich, flacheren Banden und natürlich einer neuen Streckenführung. 111 Meter war der Kurs lang, gespickt mit elf Kurven, sieben Links- und vier Rechtskurven, die selbst Bruno Coelho als anspruchsvoll beschrieb.

Eröffnet wurde die Modellrennstrecke des MAC Adenau mit einem außergewöhnlichen Event im Herbst 2010: Die Audi-Werksfahrer gaben sich die Ehre anlässlich eines DTM-Rennens auf dem Nürburgring, wobei sich Matthias Ekström und Mike Rockenfeller positiv in Szene setzten. Letzterer war später etliche Male zu Trainingseinheiten mit seinem eigenen Xray und Freunden seines Phoenix-Rennteams auf dem Eifel-Ring zu Gast. Das erste Rennen, der erste Lauf zum Ackermann-Fun-Cup 2010/2011, wurde am 17. November 2010 mit 19 Teilnehmern ausgerichtet. Viele Rennen, vor allem zum Tonisport-Winter-Cup, zur LRP-HPI-Challenge, zur Tonisport-Onroad-Series, zur RCK-KleinSerie und zur Xray-Racing-Series, folgten. Auch mit Veranstaltungen wie "Adenau 240", ein Vier-Stunden-Teamrennen, die Adenauer Race-Night mit Streckenbetrieb durch die Nacht bis zum Frühstück, aber auch mit Xmas-Cup und Silvester-Cup setzte der MAC Adenau Akzente. Insgesamt wurden 64 Rennveranstaltungen durchgeführt, die letzte am 17. November 2019, die RCK-Kleinserie.

Nicht nur die Rennen auf dem Eifel-Ring standen bei den Teilnehmern hoch im Kurs, auch die zeitlich unbegrenzten Trainingsmöglichkeiten (24/7). Auch mit einem üppigen Catering-Angebot hat sich der MAC Adenau einen Namen gemacht, ebenso mit der Zeitnahme. Per Knopfdruck konnte die Zeitnahme zum Training von jedermann aktiviert werden, und prompt die Rundenzeiten waren sofort via MyLaps-Speedhive im Internet online. Zeitnahme-Monitore in allen Fahrerlagern sowie ein großer Monitor im Catering-Bereich gehörte ebenso dazu wie eine Startampel und eine hochwertige  Beschallungsanlage. Bei allen (!) Rennen fungierte Uwe Baldes als Rennleiter und Zeitnehmer aus der RaceControl heraus, nur zur DM wurden Verstärkung eingesetzt.

Legendär waren auch die Trainingsabende, oft am Freitagabend und vor allem "Immer wieder Mittwochs", mit grenzenlosem Spaß bei unzähligen Runden, in gemütlicher Runde und natürlich mit Pizza und Pasta aus Adenau. Ja, auch der Coca-Cola-Automat und der Kaffee/Kakao-Automat sorgten für einen ungewöhnlichen Standard auf dem Eifel-Ring.

Diese schöne Zeit auf dem Eifel-Ring ist nun leider vorbei.  Der letzte Trainingsabend fand am 11. März 2020 statt, am 18. März 2020 folgte die Schließung gemäß behördlicher Anordnung aufgrund der Pandemie. 

Allen, die wie auch immer am Eifel-Ring mitgewirkt haben, ob beim Bau, bei der Instandhaltung und bei den Rennen, allen Förderpartnern, die den MAC Adenau und den Eifel-Ring über Jahre maßgeblich unterstützt haben und erst ermöglicht haben, und natürlich auch allen, die auf dem Eifel-Ring trainiert und an Rennen teilgenommen haben, gilt an dieser Stelle ein große Dankeschön. Ihr alle seid ein unvergesslicher Teil dieser außergewöhnlichen Geschichte des Eifel-Rings des MAC Adenau.

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